Wer sich nicht weiterentwickelt, wird irgendwann zurückgelassen. Aber wie funktioniert überhaupt so ein Fortschritt? Unser Vertriebler Maximilian Krüger erklärt, warum es wichtig ist, sich manchmal von Bewährtem zu lösen, um echte Innovation anzustoßen.
Innovation entsteht, wo frischer Wind weht. (Bild: Manfred & Barbara Aulbach | CC BY-SA 3.0)
In der heutigen Geschäftswelt, in der technologische Fortschritte und digitale Transformationen an der Tagesordnung sind, hören wir häufig den Satz: „Wir haben da schon jemanden, der unsere Softwarethemen betreut.“
Natürlich ist es grundsätzlich nicht falsch, einen Ansprechpartner für bestimmte Themen zu haben. Diese Aussage kann jedoch unter den falschen Umständen ein ernsthaftes Hindernis für echte Innovation darstellen. Denn oft wird nicht hinterfragt, wer dieser „jemand“ ist und welche Qualifikationen oder Ansätze er oder sie mitbringt.
In diesem Artikel beleuchten wir die verschiedenen Facetten dieser Aussage und zeigen auf, wie Unternehmen durch eine offene Haltung gegenüber neuen Ideen und Partnern ihre Innovationskraft steigern können. Auch wenn man jemanden hat, kann es eine gute Idee sein, über den Tellerrand zu schauen.
Die Bedeutung von Innovation
Innovation ist der Motor, der jedes Unternehmen vorantreibt. Sie ermöglicht es, sich an veränderte Marktbedingungen anzupassen, neue Produkte zu entwickeln und bestehende Prozesse zu optimieren. Wer nicht Neues entwickelt, bleibt stehen – und wird zwangsläufig überholt.
In Deutschland, einem Land mit einer starken Tradition in der Ingenieurskunst und Technologie, ist es besonders wichtig, dass Unternehmen nicht in einer selbst geschaffenen Komfortzone verharren. Stattdessen sollten sie idealerweise nach Wegen suchen, um ihre Softwarelösungen zu modernisieren und an die aktuellen Anforderungen anzupassen.
Die Rolle des Jemands
Fast jedes Unternehmen hat bereits jemanden, der sich um die IT kümmert, sofern es nicht frisch gegründet wurde. Klar, fundamentale Strukturen mussten ja von jemandem aufgebaut werden. Folgende Varianten sehen wir häufig:
Unternehmen verweisen auf eine Interne IT-Abteilung: Die IT wird in-house gemacht. Das Problem: Oft sind diese Abteilungen mit der Verwaltung der IT-Infrastruktur ausgelastet und können nicht die nötige Innovationskraft aufbringen.
Unternehmen nutzen Freelancer: Unternehmen heuern für einzelne Tasks freischaffende ITler an. Da sie für spezielle Aufgaben herangezogen werden, arbeiten diese häufig reaktiv. Die Produktion proaktiver Lösungen fällt nicht in ihren Aufgabenbereich.
Unternehmen lassen von Systemhäusern entwickeln: Viele Firmen lassen ihre IT von Systemhäusern betreuen. Dafür sind sie gedacht und dafür haben wir bei K&K Software auch eines. Systemhäuser bieten aber oft nicht die spezialisierte Expertise, die für individuelle Softwareentwicklungen erforderlich ist.
Alle Varianten sind perfekt dafür geeignet, grundsätzliche Infrastrukturen aufzubauen und zu erhalten. Allerdings fehlt ihnen für echte Innovation und neue Entwicklungen oft entweder das technische Know-How spezialisierter Entwickler, oder die nötige Zeit, da sie mit ihren bestehenden Aufgaben schon ausgelastet sind.
Die Gefahren der Bequemlichkeit
Hier kommt die gefährliche Aussage „Wir haben da schon jemanden“ ins Spiel. Benötigt ein Unternehmen eine echte Innovation, ist oft das Hinzuziehen eines Spezialisten nötig. Stattdessen verlassen sich manche darauf, dass ihre bestehenden Partner oder internen Ressourcen ausreichend sind, um den Herausforderungen der digitalen Transformation gerecht zu werden.
Dabei ist erneut wichtig zu betonen, dass Systemhäuser, Freelancer und natürlich hauseigenen IT-Teams unabdingbare Teile einer funktionalen IT-Infrastruktur sind; der Schlüssel liegt nicht darin, sie ersatzlos zu streichen, sondern mit den richtigen Experten an die richtige Aufgabe heranzugehen.
Minimalinnovation vs. disruptive Innovation
In vielen Fällen führt die Abhängigkeit von bestehenden Partnern zu so genannten Minimalinnovationen. Diese Art der Innovation, die in der Regel aus kleinen, inkrementellen Verbesserungen besteht, ist aber oft nicht ausreichend, um im Wettbewerb zu bestehen, sondern kann bestenfalls die Überalterung einer bestehenden Infrastruktur verzögern.
Disruptive Innovationen, also grundlegend neue Lösungen, können hingegen Unternehmen in neue Höhen führen und ihnen dabei helfen, sich von der Konkurrenz abzuheben. Um disruptive Innovationen zu fördern, ist es aber entscheidend, eine Kultur der Offenheit und des Wandels zu schaffen – auch gegenüber neuen IT-Partnern.
Die Vorteile einer offenen Innovationskultur
Eine offene Innovationskultur ermöglicht es Unternehmen, neue Ideen und Ansätze zu integrieren. Dabei ist auch die Zusammenarbeit mit spezialisierten Softwareentwicklungsdienstleistern hilfreich, die über das nötige Fachwissen und die Erfahrung verfügen, um maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln.
Durch die Zusammenarbeit mit einem spezialisierten Partner können Unternehmen agiler und flexibler auf Veränderungen reagieren. Agile Softwareentwicklungsmethoden wie Scrum ermöglichen es Teams, in kurzen Iterationen zu arbeiten und schnell auf Feedback zu reagieren. Dies führt zu einer schnelleren Einführung und einer besseren Anpassung an die Bedürfnisse der Kunden.
Ein weiterer Vorteil der Zusammenarbeit mit einem spezialisierten Dienstleister ist die technologische Exzellenz. Diese Partner sind oft auf dem neuesten Stand der Technik und können innovative Lösungen anbieten, die auf den neuesten Technologien, wie z.B. .NET, C# oder Blazor, basieren. Dies ermöglicht es Unternehmen, ihre Softwarelösungen zu modernisieren und Altsoftware abzulösen.
In der Softwareentwicklung zählt der perfekte Schnitt. (Bild: Scailyna | CC BY-SA 4.0)
Die Rolle von Open Source
Neben einer generellen Offenheit gegenüber disruptiven Lösungen kann Open Source-Software enorm dabei helfen, ein Unternehmen zu modernisieren. Diese bieten Unternehmen nämlich die Möglichkeit, dank Lizenzkostenfreiheit und transparentem Code kostengünstige und gleichzeitig flexible Lösungen zu implementieren.
Durch die Nutzung von Open Source können Unternehmen die Kontrolle über ihre Software behalten und von einer großen Entwicklergemeinschaft profitieren; an Open Source arbeitet schließlich nicht nur ein Team, sondern in der Regel eine große Community, die gemeinsam Probleme angeht und durch ihre engen Verbindungen mit der IT-Welt auf aktuelle Entwicklungen schnell und produktiv reagieren kann, während proprietäre Software gerne mal etwas träger ist.
Gleichzeitig sind Unternehmen, die auf Open Source setzen, auch unabhängiger von großen, oft transnational agierenden Konzernen. Das schafft zusätzliche Flexibilität; große Schiffe steuern langsam, und ein Unternehmen, das offen für Transformation sein möchte, tut unter Umständen nicht gut daran, sich solche Kolosse zu binden.
Reverse Engineering und Codeübernahme
Auch wenn disruptive Lösungen ein bisschen danach klingen, als wolle man alles einreißen; ein spezialisierter Softwareentwicklungsdienstleister kann auch bei der Übernahme von bestehendem Code helfen, damit man nicht ganz bei null anfangen muss. Dieser Prozess heißt Reverse Engineering.
Reverse Engineering ermöglicht es, bestehende Softwarelösungen zu analysieren und zu modernisieren, ohne von Grund auf neu zu beginnen; ein IT-Spezialist schaut sich die darunter liegenden Systeme an, rettet, was zu retten ist, und öffnet das System für zukunftsfähigere Technologien.
Dies kann besonders wertvoll sein, wenn Unternehmen Altsoftware ablösen möchten, die nicht mehr den aktuellen Anforderungen entspricht, ohne dabei das Rad neu erfinden zu müssen. Das ist insbesondere dann nützlich, wenn Zeit oder Geld wichtige Faktoren bei der Planung sind.
Fazit: Zuhören lohnt sich
Die Aussage „Wir haben da schon jemanden“ sollte nicht als Ausrede dienen, um sich vor neuen Ideen und Ansätzen zu verschließen. Vielmehr sollten Unternehmen diese Gelegenheit nutzen, um ihre Innovationskraft zu steigern und ihre Softwarelösungen auf das nächste Level zu bringen.
Durch die Zusammenarbeit mit spezialisierten Partnern, die agile Methoden und technologische Exzellenz bieten, können Unternehmen nicht nur ihre Effizienz steigern, sondern auch ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern.